| JAHR |
W
A S D A M A L S S
O A L L E
S G E S C H A H
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| 1300 |
- In Nieder-Wildungen beginnen die Arbeiten am Bau einer
Stadtmauer. Zu den Befestigungsanlagen gehören Tore und auch Türme.
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| 1304 |
- Heinrich IV aus dem Hause Waldeck, ältester Sohn Ottos I.
von Waldeck und seiner
Frau Sophia von Hessen, heiratet Adelheid von Cleve.
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| 1305 |
- Heinrich IV wird Graf von Waldeck und ist damit auch
Amtmann im Dienste des Erzstiftes Mainz im nördlichen Hessen und im
Eichsfeld.
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| 1309 |
- Am
11. Juni gibt Graf Heinrich von Waldeck dem Stiftsherren Ludwig von
Urff und seinem Bruder Heinrich von Urff ein Lehen in Orteshusen.
In dem Lehensvertrag, der in lateinischer Sprache abgefasst ist, wird
der Ort am Rande erwähnt, das allerdings zum ersten Mal überhaupt. Aus
dem Vertragstext geht aber eindeutig hervor, dass die Dörfer
Odershausen und Braunau schon bestehen und das schon längere Zeit.
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| 1330 |
- Oberhalb des Marktplatzes von Nieder-Wildungen beginnt der
Bau einer neuen Stadtkirche, die einen spitzen Turm erhalten soll.
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| 1349 |
- In Nieder-Wildungen wütet eine schwere Pestepedemie.
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| 1362 |
- Altwildungen wird mit der Verleihung von Stadtrecht in den
Kreis der Städte in der Grafschaft Waldeck aufgenommen.
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| 1363 |
- In einer Urkunde vom 8. September wird erstmals die
Pfarrei in Odershausen erwähnt im Zusammenhang mit einem Pfarrer
Ludwig.
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| 1397 |
- Graf Heinrich der Eiserne stirbt auf Schloss Waldeck an der
Pest.
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| 1402 |
- Die Pfarrkirche in Odershausen,
die sich im Besitz derer von Westerburg befindet, wird dem
Johanniterorden in
Wildungen übergeben. Zur Kirche gehören auch Braunau und
Reinhardshausen.
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| 1403 |
- Papst Bonifatius IX. bestätigt die Übergabe der Pfarrkirche
in Odershausen an das Johanniterhaus in
Wildungen.
- Conrad von Soest beginnt für die Pfarrkirche von Wildungen
mit seinen Arbeiten an einem Altar. Dieser wird einer der bedeutendsten
Flügelaltäre der Spätgotik sein.
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| 1448 |
- Die Burgmannen zu Alt-Wildungen mit dem Namen v. Becheling
haben Lehnsbesitz in Odershausen.
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| 1474 |
- Aufgrund einer Erbteilung im Hause Waldeck entsteht die
Grafschaft Waldeck-Wildungen.
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| 1487 |
- Am 6. August belehnt Graf Otto von Waldeck Hermann von
Calenberg
und seine Söhne mit Freistühlen, Gerichten und Höfen in mehreren Orten,
u.a. auch in Adershausen.
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| 1501 |
- Am 25. März verkauft das Johannisstift in Mainz seine Güter
in Gershausen, Nassenerfurth, Twiste und Odershausen für 225 Gulden an
den Grafen Heinrich von Waldeck .
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| 1503 |
- Am 24. April wird der Erwerb des Grundeigentums in
Odershausen durch den Grafen Heinrich von Waldeck dann noch einmal
urkundlich bestätigt.
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| 1532 |
- In Nieder-Wildungen beginnt der erste Hexenprozess.
Angeklagt ist Gertraud Muck.
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| 1542 |
- Der Schwarze Tod im Waldecker Land - in Wildungen sterben
408 Menschen an der Pest.
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| 1554 |
- In diesem und letztem Jahr sterben in Wildungen weitere 271
Menschen an der Pest.
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| 1562 |
- Am 29. Mai berichtet Pfarrer Clivius zu Odershausen über
den Ehebruch der Ehefrau Gela des Adam Wetzel aus Braunau. Sie soll
deshalb des Landes verwiesen werden. Da die Frau aber ihre Tat bereut
und von ihrem Ehemann wieder aufgenommen wird, wird ihre Ausweisung aus
Waldeck ausgesetzt.
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| 1566 |
- Von Pfingsten bis Dezember sterben in Wildungen noch
weitere 563 Menschen an der Pest.
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| 1567 |
- In diesem Jahr sterben bis 14. September weitere 213
Menschen an der Pest in Wildungen.
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| 1594 |
- Es kommt zu vielen Hexenprozessen, deren Todesstrafen durch
Aufängen am Galgen auf der Anhöhe vor Odershausen vollstreckt werden.
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| 1611 |
- Auf der Anhöhe vor Odershausen ("Am Köppel") muss der dort
stehende Galgen aufgrund von Wind- und Wetterschäden erneuert werden.
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| 1618 |
- Der Dreißigjährige Krieg verbreitet auch in Odershausen
Angst und Schrecken, Not und Elend.
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| 1630 |
- Im September wird in Nieder-Wildungen Maria Rörig der
Hexerei bezichtigt und angeklagt. Sie widersteht aber der Folter.
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| 1631 |
- Im Mai endet in Nieder-Wildungen der Hexenprozess gegen
Maria Rörig, die ihre Folter standhaft ausgehalten hat. Sie sagt aus:
"Der liebe Gott hat mich im Gefängnis erhalten, ihm bleibe ich treu,
ich bin unschuldig
wie Jesus Christus." Daraufhin verfügt Graf Christian von Waldeck ihre
Freilassung.
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| 1635 |
- Vom 1. bis 3. Juli wird die Stadt Nieder-Wildungen durch
kaiserliche Truppen unter dem kaiserlichen Feldherrn Böninghausen
gestürmt und ausgeplündert. Die feindlichen Truppen lagern besonders in
und um Alt-Wildungen. Die Stadtbewohner werden misshandelt und
geschlagen, 130 werden verwundet, zwei getötet.
"Sämtliche Pferde, Kühe, Schafe, Schweine, geräuchertes Fleisch,
Gerste, Hafer, Kleidungsstücke, Leinwand, Geld, Felle, Stiefel, Schuhe,
Tücher uvm. wurden geraubt. Das, was nicht fortgeschleppt werden
konnte: Kasten, Kisten, Türen, Schlösser wurden zertrümmert und
zerschlagen, die Schweine auf der Straße erschossen. Die silbernen
Ratsbecher und die goldenen Abendmahlsgeräte wurden geraubt. In den
Gärten und auf den Feldern wurden alle Früchte zertreten, 'daß es ein
Jammer war, und sich ein Stein in der Erde hätte erbarmen mögen!' Auch
nichts ist den Bürgern übrig geblieben."
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| 1639 |
- Am 22. Juni bittet Johannes Neumann die
Gräflich-Waldeckische
Kanzlei darum, sein Gut in Odershausen verkaufen zu dürfen, da es ihm
in diesen Zeiten unmöglich sei, drei Güter innezuhaben.
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| 1656 |
- In Nieder-Wildungen beginnt der Hexenprozess gegen Susanne
Weber, eine Tochter von Maria Rörig. Sie wird schuldig gesprochen und
hingerichtet.
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| 1670 |
- Der romanische Saalbau der evangelischen Pfarrkirche
in
Odershausen vom Ende des 12. Jahrhunderts wird erneuert. Die Kanzel
trägt die Jahreszahl 1670.
- Pfarrer Schellenberger aus Odershausen beschwert sich über
den Lehrer Justus Scheffer aus Braunau, der sich hartnäckig weigert,
beim Lesegottesdienst in Odershausen Lieder zu singen, obwohl das zu
seinen Aufgaben gehört und die Gemeinde ihn mehrfach darum gebeten hat.
Der Pfarrer fordert seine Bestrafung und wünscht sich außerdem für
Odershausen einen eigenen Lehrer, damit die Kinder dort zur Schule
gehen können.
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| 1674 |
- Am 28. April heiratet der Schulmeister Johann Joachim
Köhler die Tochter des früheren Odershäuser Pfarrers Joh. Daniel
Schellenberger. Diese Eintragung im Kirchenbuch ist der allererste
Hinweis auf einen eigenen Odershäuser Lehrer.
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| 1707 |
- Am
Montag, dem 27. Juni, kommt es in den Abendstunden im Bereich mit dem
Flurnamen Mittelstück (nördlich der späteren Jägersburg) in Odershausen
zum wiederholten Male zu einem Fall
von Wilddieberei. Der Oberjäger Jacob Pfeifer ermittelt zusammen mit
Kollegen in diesem frevelhaften Fall und sichert die Beweismittel in
Form von Resten zweier toter Wildschweine. Der Verdacht fällt auf den
Bauern Johannes Schleswig aus Odershausen und seine ganze Familie mit
Frau, Sohn und Tochter. Nach Festnahme und Überstellung der
Beschuldigten an die Gräflich-Waldeckische Kanzlei in Alt-Wildungen
findet dann ein mehrmonatiger Prozess statt, bei dem zahlreiche Zeugen
gehört werden.
- Am 23. August, also zwei Monate nach der Festnahme der
Familie Schleswig, endet der Prozess mit einer Überraschung. Weil die
Beweise gegen die Schleswigs nicht ausreichen und die ermittelnden
Jäger durch die eigenmächtige und eigenrichterliche Hausdurchsuchung
und Festnahme ihre Kompetenzen überschritten haben, werden die
Schleswigs freigesprochen und aus der Haft entlassen.
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| 1711 |
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| 1718 |
- Weil
es nach Abbruch des Schlosses Christiansburg in Kleinern in den Jahren
1709-1710 dem fürstlichen Hause zu Waldeck-Pyrmont an geeigneten
Unterkünften für die Jagdgesellschaften fehlt, beschließt Fürst
Friedrich Anton Ulrich von Waldeck-Pyrmont in den wildreichen Forsten
des südlichen Waldecks zwischen Hundsdorf und Odershausen ein kleines
Jagdschloss zu bauen.
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| 1719 |
- In diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten an dem kleinen
Jagdschloss, das Jägersburg
heißen soll. Der Baumeister ist Julius Ludwig Rothweil, der auch das
Arolser Schloss gebaut hat. Nördlich von Odershausen im Kellerwald
laden nämlich die großen Wildbestände an Rot- und Schwarzwild zum Jagen
geradezu ein. Zu dem Jagdschloss
selbst gehören eine kleine Domäne mit Gebäuden und ebenfalls eine
Fürstliche Meierei mit dazugehörenden Ländereien.
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| 1732 |
- Im Mai wird die evangelische Kirche Alt-Wildungen nach
elfjähriger Bauzeit eingeweiht. Architekt der auf Geheiß des Fürsten
Friedrich Anton Ulrich von Waldeck und Pyrmont erbauten Kirche ist
dessen Hofbaumeister Julius Ludwig Rothweil.
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| 1741 |
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| 1753 |
- Das Salbuch, eine Art frühe Steuerakte, weist für
Odershausen 28 Feuerstätten, also kleinere oder größere Bauernhöfe und
Häuser aus. Außerdem werden dort noch die öffentlichen Gebäude des
Ortes
aufgeführt, nämlich die Kirche, das Pfarrhaus, die Schule und das
Hirtenhaus.
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| 1758 |
- "Debes Scheune" wird in alten Aufzeichnungen erwähnt. Sie
ist Teil des Hofes von Familie Debes und wird über 200 Jahre in deren
Besitz bleiben.
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| 1759 |
- In der Dämmerung des 21. Juni kommt es zu einem
Raubüberfall einer Räuberhorde von ca. 70 Mann auf die Jägersburg. Die
Räuberbande besetzt mit ihrem Anführer das Haus der Meierei, fesselt
den Meier, seine Frau, die Kinder und das Gesinde. Alle werden
geschlagen und misshandelt. Alle Fenster des Hauses werden ruiniert,
das Mobiliar zerschlagen und vieles geraubt. Ein Knecht kann flüchten
und Hilfe herbeiholen. Die Rotte der Räuber zieht sich nach der
ruchlosen Tat in
den Kellerwald zurück.
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| 1761 |
- Der aus Odershausen stammende Johann Adam Ludwig ertrinkt
in der Eder. Weil
das aber auf kurmainzischem Gebiet passiert ist, bergen Odershäuser
Bürger den Leichnam und bringen ihn heimlich zurück auf waldeckisches
Gebiet. Diese Rückholaktion fliegt jedoch auf und führt dazu, dass sich
das kurmainzische Oberamt in Fritzlar massiv beim waldeckischen Amt
Wildungen wegen dieser schweren Grenzverletzung beschwert und die
Bestrafung der Übeltäter verlangt.
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| 1764 |
- In der Gemeinde Odershausen wird ein Schnadezug
(Grenzbegang) durchgeführt. Dabei wird von offiziellen Vertretern aus
Nieder-Wildungen und Odershausen sowie vielen Einwohnerinnen und
Einwohnern aus Odershausen die komplette Gemeindegrenze abgegangen und
die Wegstrecke protokolliert.
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| 1770 |
- Im Dorf Odershausen gibt es 28 Häuser mit zusammen 192
Einwohnern.
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| 1792 |
- In der baufälligen Kirche von Odershausen werden die
Kirchenbänke ausgewechselt und durch neue ersetzt. Diese werden aber
nicht mehr in der alten Reihenfolge aufgestellt, sondern im
Kirchenschiff ganz anders angeordnet. Daraufhin folgt ein dreijähriger
Rechtsstreit, weil Ludwig Viehmeyer, Franz Ravensburg, Georg Bremmer,
Johann Müller und Heinrich Ludwig dagegen schärfsten Protest einlegen
und die alte Aufstellung der Bänke verlangen. Es kommt sogar zu einem
Prozess, weil sich die fünf Kläger durch einen Anwalt vertreten lassen.
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| 1793 |
- In diesem Jahr kommt es zu Grenzstreitigkeiten zwischen der
Stadt Nieder-Wildungen und der Gemeinde Odershausen über den strittigen
Granzverlauf bei der Wildunger Warte bei Braunau.
Am 2. Dezember führen deshalb Vertreter der Stadt auf der einen Seite
und Vertreter der Gemeinde auf der anderen Seite vor Ort an der Warte
eine Besichtigng durch. Teilnehmer sind dabei der Nieder-Wildunger
Bürgermeister Stracke, Ratsmitglied Anton Knoll, Gemeinds-Vorsteher
Heinrich Schalk, der Hirte Adam Hotzfeld, der Schäfer Adam Kappel und
zwei Revierförster (alle von Nieder Wildungen) und der Grebe
(Bürgermeister) Marcolph von Odershausen, die Vorsteher Christoph
Wagener und Johs. Thielemann, der Gemeinds-Mann Heinrich Debes, Franz
Ravensburg, Heinrich Zwick und Johannes Kraft (alle von Odershausen).
Bei dieser Besichtigung werden nun die Beteiligten vernommen und
abschließend der Grenzverlauf neu festgelegt. Dazu werden 8 Grenzsteine
ganz neu gesetzt, die Blutsteine Nr. 11 und Nr. 12 werden an gleicher
Stelle neu eingegraben. Der Grenzstein im Kohlgraben wird gelassen, ein
zweiter beschädigter Grenzstein wird ausgewechselt. Zuletzt
werden noch Verhaltensregeln für die Odershäuser Landwirte festgelegt,
die das Weiden des Viehs, das Pferchen (Errichten von Zäunen) und das
Entrichten der Pacht betreffen.
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| 1794 |
- Am
18. März kann Konsistorialpräsident Schumacher endlich den
Rechtsstreit um die Verteilung der Kirchenbänke in der Odershäuser
Kirche beenden. Er schlägt vor, die Verteilung der Kirchenbänke
so vorzunehmen, dass jeder, der vorher Bänke hatte, sie nun möglichst
nahe ihrer alten Lage erhalten soll und die restlichen Bänke zum
Vorteil der Kirche gegen Meistgebot veräußert oder aber verlost werden.
Die fünf Kläger nehmen seinen Vorschlag an.
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| 1801 |
- Am 11. November beschwert sich die Gemeinde Odershausen bei
der Forstbehörde in Arolsen darüber, dass der Staat versucht, in den
gemeindeeigenen Forstrevieren die Waldbußen zu erheben, die bisher aber
ausschließlich den Gemeinden zustanden.
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| 1803 |
- Am 20. Januar wird in einer endgültigen Entscheidung dann
bestätigt, dass die Gemeinde Odershausen das alleinige Nutzungsrecht an
den gemeindeeigenen Forstrevieren hat.
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| 1812 |
- In Waldeck wird die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.
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| 1824 |
- Am
19. September wird der neue Pfarrer Heinrich August Hoffmann als
Nachfolger des verstorbenen Odershäuser Pfarrers Christoph Ludwig
Friedrich Strube in der Gemeinde eingeführt.
- In den Abendstunden des 11. Novembers kommt der neue, noch
ortsunkundige
Odershäuser
Pfarrer
Hoffmann bei einer Fahrt mit der Kutsche von seiner ehemaligen Gemeinde
Mühlhausen
nach Odershausen vom Wege ab und stürzt zusammen mit seinem Knecht und
der Kutsche am
Sonderrain über die felsige Klippe 70 m tief ins Helenental.
Pfarrer
Hoffmann ist der Pate von August Heinrich Hoffmann, bekannt als
Hoffmann von Fallersleben (* 2. April 1798 in Fallersleben, Dichter des
"Liedes der Deutschen", des Deutschlandliedes - der deutschen
Nationalhymne).
Bei
diesem tragischen Unfall am Sonderrain kommt Pfarrer Hoffmann zu Tode.
Er wird am 14.
November auf dem Friedhof von Nieder-Wildungen beigesetzt.
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| 1828 |
- Am 13. Juli findet im Auftrag des Konsistoriums in Arolsen
eine Kirchen- und Schulvisitation in Odershausen statt. Ein
Kircheninspektor des Oberamtes der Eder begutachtet dabei die Arbeit
des Pfarrers Scholl und auch des Lehrers Wagner. An der Arbeit von
beiden hat er nichts auszusetzen.
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| 1830 |
- In den Vormittagsstunden des 26. Augusts begeht die
Gemeinde Odershausen nach 66 Jahren wieder ihren "Schnadezug". Dabei
handelt es sich um einen alten, seit Jahrhunderten bestehenden Brauch
der Grenzbegehung, also um eine Umgehung der Gemarkungsgrenzen mit
einer größeren Personengruppe. An diesem Grenzbegang haben die
männlichen Jugendlichen und Erwachsenen der Einwohnerschaft
teilzunehmen. Zusätzlich gehen auch Amtspersonen mit, denn es handelt
sich beim Schnadezug um einen hoheitlichen Akt, zu dem der Vorstand des
Ortes
einlädt.
Nach einem gemeinsamen Frühstück im Wirtshaus (Haus der Bachdebes)
nimmt dann der Zug morgens um 9.00 Uhr seinen Anfang und orientiert
sich anschließend im Fortgang immer an den Grenzsteinen und natürlichen
Landschaftsmarken. Auf der Jägersburg wird
eine ausgiebige Rast eingelegt, bei der es Wildbret, Kalbs- und
Schweinebraten, Torten und Bisquits und auch Wein gibt. Der Zug endet
dann wieder an seinem Ausgangspunkt.
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| 1834 |
- Odershausen hat 272 Einwohner.
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| 1836 |
- Das zweistöckige Schulgebäuder direkt neben der Kirche hat
einen Schulraum, eine kleine Wohnung und einen Stall. Der Wohnraum ist
sehr beengt und besteht nur aus zwei kleinen Stuben, einer Neben- und
einer Räucherkammer. Die Küche ist im Hausflur.
- Am 8. November schließen der Jüngling Tobias Debes
(Bachdebes) von Odershausen und die Jungfrau Christiane Münch von
Bringhausen einen Ehevertrag ab. Dieser soll alle Belange ihrer
Ehe, die Aussteuer und auch die Vorgehensweise im Sterbefall regeln.
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| 1840 |
- Odershausen hat 274 Einwohner.
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| 1841 |
- Am 30. Januar wird den Brüdern Wilhelm und Friedrich
Meißner von der Waldeckischen Regierung und dem Oberamt der Eder die
Genehmigung erteilt, in Odershausen auf der Jägersburg eine Fabrik zum
Weben von Baumwolle zu eröffnen.
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| 1846 |
- Odershausen hat 293 Einwohner.
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| 1850 |
- Nieder-Wildungen wird im Land Waldeck Kreisstadt des
Kreises der Eder.
- In der Kreis- und Gemeindeordnung vom 27. April wird
festgelegt, dass das Fürstentum Waldeck in vier Kreise eingeteilt wird.
Odershausen gehört zum Kreis der Eder.
Außerdem wird dort in §4 festgelegt, dass in den waldeckischen
Gemeinden nach demokratischen Richtlinien Gemeinderäte zu wählen sind.
Nach der Aufstellung der waldeckischen Regierung ist der erste frei
gewählte Bürgermeister von Odershausen Heinrich Syring.
- An der Südseite des Schulgebäudes neben der Kirche wird ein
Stall angebaut. Der bisherige Stall wird zur Küche und Speisekammer
umfunktioniert.
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| 1852 |
- Odershausen hat 303 Einwohner.
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| 1854 |
- Am Pärrnerweg (Hausnummer 7) wird ein Pfarrhaus erbaut.
Dabei werden die Grundmauern des Vorgängerbaus genutzt, der bereits
abgerissen wurde. Das Gebäude des Pfarrhauses ist ein zweigeschossiges
Fachwerkhaus in Rähmbauweise auf Natursteinkellerwerk. Der Pfarrer
nutzt es als Wohnhaus und Landwirtschaftsgebäude, weil er zur Deckung
des Lebensunterhaltes zusätzlich noch Landwirtschaft betreiben muss. Im
Garten steht als Nebengebäude die Pfarrscheune.
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| 1858 |
- Odershausen hat 286 Einwohner.
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| 1860 |
- Die Meierei und die anderen Gebäude um die Jägersburg
verfallen
immer mehr. Sie werden auf Abbruch an die Firma Kirchner & Menge
aus
Arolsen verkauft, die das Material in ihrem Schieferbruch verwenden
will, der sich in der Nähe auf dem Hahnberg befindet.
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| 1862 |
- Waldeck schließt mit Preußen eine Militärkonvention, das
heißt einen Vertrag.
- Die
Jägersburg, das eigentliche Jagdschloss selbst, wird
von dem
Apotheker Conrad Feldmann aus Bad Wildungen erworben. Im Winter 1862
und im
Jahr 1863 lässt dieser das Gebäude abtragen und in der Brunnenallee in
Villenform wieder aufbauen. Aus dieser Villa mit der Hausnummer
Brunnenallee Nr. 7 entsteht dann im Laufe der
Zeit durch Erweiterungsbauten das Hotel Zimmermann.
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| 1863 |
- Das
romantische Jagdschloss Jägersburg ist endgültig verschwunden, obwohl
es wegen seiner soliden Bauart aus starkem Eichenholz wohl noch manches
Jahrzehnt Sturm und Wetter getrotzt hätte. Die einst wohlgepflegten
Gärten verwildern. Das Gelände mit seinen alten, vermoosten Obstbäumen,
den ungepflegten Hecken und durchwühlten Mauerresten macht einen
trostlosen und traurigen Eindruck. Der Aberglaube in der Bevölkerung
führt jedoch dazu, dass nach einem sagenhaften Schatz in den Resten der
Jägersburg oft und vergeblich gegraben wird.
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| 1864 |
- Odershausen hat 291 Einwohner.
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| 1866 |
- An der Ostseite des Schulgebäudes neben der Kirche wird ein
Klassenraum angebaut. Der darunterliegende Keller dient als Kuh- und
Schweinestall.
- Der Obrist-Lieutenant a.D. von Thalbitzer widmet seiner
hochfürstlichen Durchlaucht, dem regierenden Fürsten von Waldeck und
Pyrmont Georg Victor erfurchtsvoll seine farbige Niveaukarte der
Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont samt der Hessen-Darmstädtischen
Enclaven Herrschaft Itter, Eimelrode, Höringhausen im Maaßstabe
1:100.000.
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| 1874 |
- Der Maurer Heinrich Syring gründet in Odershausen im Haus
an der Koppe 44 einen Baubetrieb und beschäftigt zwei bis fünf Maurer.
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| 1875 |
- Odershausen hat 289 Einwohner.
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| 1879 |
- Am 8. Mai wird in Wellen Wilhelm Mann als Sohn des
Landwirts Georg Mann geboren.
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| 1885 |
- Odershausen hat 294 Einwohner.
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| 1886 |
- Im Juni findet die Gründungsversammlung des
Männergesangverein 1886 Odershausen statt. Dirigent und
Vereinsvorsitzender wird Lehrer Caccia.
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| 1888 |
- Johannes Christian Syring, der Sohn eines Dielenschneiders
und
Wirts, errichtet im Alter von 24 Jahren mit seinem Erbteil das Haus "Am
Stückfeld 1". Nach der Hochzeit mit seiner Frau Katharina richtet er
dort eine Schreinerei ein und eröffnet außerdem noch den Odershäuser
Colonialwarenladen.
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| 1890 |
- Pfarrer August Koch, geboren am am 10. Januar 1857,
veröffentlicht sein berühmtes
Heimatlied "Mein
Waldeck", das bekannte Waldecker Lied. Dieses gilt bis heute als
Nationalhymne aller Waldeckerinnen und Waldecker.
- Der Männergesangverein 1886 Odershausen feiert sein erstes
Sängerfest. Dazu wird in Gemeinschaftsarbeit der Festplatz auf der
Koppe hergerichtet und auch eine Vereinsfahne angeschafft.
- In Odershausen beginnt die Bebauung entlang der Wildunger
und der Marburger Straße.
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| 1891 |
- Am 22. Februar wird durch Odershäuser und Braunauer Bürger
der "Braunauer Spar- und Darlehnskassenverein" gegründet. Einen Monat
später wurde diese Genossenschaft durch das Fürstlich Waldeckische
Amtsgericht zu
Nieder Wildungen in das Genossenschaftsregister eingetragen.
- Das Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr wird am
Pärrnerweg gegenüber dem
Pfarrhaus gebaut.
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| 1892 |
- Die im vergangenen Jahr eingetragene Genossenschaft mit
unbeschränkter Haftung (eGmuH) hat bereits 49 Mitglieder.
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| 1894 |
- Fürst Friedrich Adolf Hermann von Waldeck-Pyrmont heiratet
Prinzessin Bathildis zu Schaumburg-Lippe.
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| 1895 |
- Odershausen hat 319 Einwohner. Alle sind evangelisch.
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| 1896 |
- Das
Wasser des Atzelborns ("Atze" - altdeutsch Wasserort) ist leider nicht
mehr genießbar. Der Atzelborn ist der älteste Brunnen in Odershausen.
Deshalb wird nun mit der
Plaung und
Finanzierung einer Wasserleitung begonnen. Bis dahin war es Brauch im
Dorf, gerade für die Bewohner des Oberdorfes, sich das Wasser zum
Kochen und für den Haushalt zu Fuß vom Atzelborn zu holen.
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| 1898 |
- Auf dem Auenberg nahe Odershausen wird ein 20 m hoher
hölzener Aussichtsturm errichtet und feierlich seiner Bestimmung
übergeben.
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| 1899 |
- Am 16. Oktober kommt der Schulamtskandidat Wilhelm Mann an
die Schule von Odershausen.
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| 1901 |
- Am 3. Juni billigt der Gemeinderat von Odershausen
einstimmig den Grenzänderungsvertrag mit der Nachbargemeinde Braunau.
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| 1902 |
- In Nieder-Wildungen wird am oberen Ende der Brunnenallee
das Luxushotel "Hotel Fürstenhof" als imposanter schlossartigen Bau im
Stil des Neobarock errichtet.
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| 1905 |
- Odershausen hat 349 Einwohner.
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| 1906 |
- Nieder-Wildungen wird als Heilbad von europäischem Rang in
Bad Wildungen umbenannt. Die bis
dahin zur Wasserversorgung der Bewohner der Altstadt an verschiedenen
Stellen genutzten künstlichen Wasserreservoirs (runde Becken, im
Wildunger Dialekt "Kump" genannt) werden außer Betrieb genommen. Es
wird nun eine richtige Wasserleitung errichtet, samt Kanalisation und
Kläranlage.
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| 1910 |
- In Odershausen wird am 6. August der Schützenverein
Odershausen 1910
e.V. gegründet. Die Gründungsmitglieder sind Johannes Viehmeier,
Heinrich Schaumburg, Karl Schäfer, Ludwig Viehmeier, Andreas Ludwig,
Wilhelm Wollmert, Jacob Schweinsberg. Zum ersten Vorsitzenden wird
Daniel Schaumburg gewählt. Die Aufnahmegebühr beträgt 1 Mark, der
Monatsbeitrag 20 Pfennige. Für Zwischenrufe wird ein Strafgeld von 20
Pfennigen erhoben.
- Odershausen hat 349 Einwohner.
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| 1911 |
- In Odershausen ist die alte Schule neben der Kirche zu
klein geworden. Außerdem müssten an ihr dringend Reparaturen
durchgeführt werden. Der Gemeinderat und der Schulvorstand beschließen
deshalb den Bau eines neuen Schulgebäudes am Braunauer Weg (heute
Marburger Straße). Das Gebäude soll einen großen Schulsaal, eine
Lehrerwohnung und im Keller sogar Duschen für die Kinder und die
Dorfbevölkerung besitzen.
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| 1912 |
- Am 23. März führt das Landesdirektorium, die von Preußen
geführte oberste waldeckische Verwaltungsbehörde, eine Schulvisitation
in Odershausen durch. Bewertet werden die Arbeit des Lehrers Wilhelm
Mann und der Lehrerin Christine Viehmeier beim Unterrichten der 63
Kinder (35 Mädchen und 28 Jungen) der Ober- und Unterstufe, der Zustand
der Räume und Lehrmittel und auch der Zustand der Lehrerwohnung. Der
Kreisschulaufseher Bickhard beurteilt die Schule in Odershausen
lediglich mit der Gesamtnote "befriedigend".
- Der Schützenverein Odershausen feiert sein erstes
Schützenfest. Heinrich Malkus wird erster Schützenkönig des Vereins.
- Die Arbeiten am neuen Schulhaus an der Marburger Straße
gehen zügig voran. Sie werden von Maurermeister Johannes Syring und
anderen einheimischen Handwerksmeistern durchgeführt.
- Nachdem von der Domanialverwaltung auf dem Gelände der
Jägersburg alte verwilderte Hecken und struppige Bäume rigoros
abgeholzt wurden, um angeblich bessere Voraussetzungen für eine
Verpachtung zu schaffen, legt der Waldeckische Bund für Heimatschutz
dagegen Einspruch ein. Dieser fordert die Bevölkerung zu Spenden zur
Pflege dieses historischen Platzes auf.
- Am 17. November wird in Bad Wildungen im Speisesaal
des Hotels Zimmermann unter dem Namen
"Lichtspielhaus Central-Theater" der
erste
Film vorgeführt. Das Gebäude Brunnenalle Nr. 7 geht ursprünglich auf
das Jagdschloss Jägersburg zurück, aus
dessen Materialien es erbaut wurde.
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| 1913 |
- Am 14. Januar wird die neue Schule an der Marburger Straße
feierlich eingeweiht. Wie geplant beinhaltet das Gebäude einen großen
Schulraum mit darunter installierten Duschen und daneben ein
Lehrerwohnhaus. Der Schulhof wird im Norden von einem freistehenden
Gebäude begrenzt, das als Stall und Scheune dient. Die Baukosten
einschließlich Inneneinrichtung belaufen sich auf 26140 Mark.
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| 1914 |
- In der Wildunger Straße 38 erbauen Familie Ludwig zusammen
mit Caroline Viehmeier ein Gebäude zur landwirtschaftlichen Nutzung.
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| 1915 |
- In Odershausen beginnt die Versorgung mit elektrischem
Strom.
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| 1917 |
- Der hölzerne Aussichtsturm auf dem Auenberg stürzt ein,
nach
noch nicht mal 20 Jahren nach seinem Bau.
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| 1919 |
- Der Schießstand des Schützenvereins wird von der Gasse
(Rottlandweg) in die Sandgrube auf dem Köppel verlegt.
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| 1920 |
- In Odershausen wird der TSV 1920 Odershausen e.V.
gegründet, der erste Turn- und Sportverein im Ort. Schwerpunkt der
Vereinstätigkeit ist das Turnen. Es wird im Freien an Barren und Reck
getrurnt.
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| 1921 |
- Die
Firma Lanz bringt den ersten Lanz-Bulldog auf den
Markt, den
Rohölschlepper HL12. Dieser mit kostengünstigem Rohöl betriebene
Bulldog ist im Alltag gegenüber dieselbetriebenen Traktoren
zuverlässiger.
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| 1922 |
- Der ursprüngliche Kirchturm der Odershäuser Kirche in Form
eines "Dachreiters"
mitten auf
dem Kirchenschiff wird entfernt und durch einen Turm ersetzt, der an
das Kirchenschiff angebaut wird. Dieser bildet mit seinem unteren Teil
den Eingangsbereich der heutigen Kirche.
- Der TSV 1920 Odershausen e.V. sorgt dafür, dass im Saal
Wollmert die Decke höher gelegt wird, so dass auch die Riesenfelge am
Reck und der Handstand am Barren geturnt werden können. In den
Sommermonaten wird auch Leichtathletik betrieben.
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| 1924 |
- Der TSV 1920 Odershausen e.V. veranstaltet auf der Koppe
das erste Turnfest. Aus dem Erlös schafft der Verein Geräte an, weil es
von keiner Seite Zuschüsse gibt.
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| 1925 |
- Bei der amtlichen landwirtschaftlichen Zählung in
Odershausen werden 88 Häuser, 45 Pferde, 298 St. Rindvieh, 2 Schafe,
460 Schweine, 63 Ziegen, 1008 St. Federvieh, 13 Bienenstöcke und 1020
Obstbäume erfasst.
- Odershausen hat 409 Einwohner.
- Der Schützenverein Odershausen 1910 e.V. feiert sein
zweites Schützenfest. Jean Melwig wird dabei Schützenkönig.
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| 1926 |
- Vereinsmitglieder des TSV Odershausen führen im Dorf eine
Spendensammlung durch. Diese erbringt die stolze Summe von 800
Reichsmark, ein Beweis dafür, wie eng sich die Dorfbevölkerung mit
ihrem TSV verbunden fühlt.
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| 1927 |
- Die
große alte Einzylinder-Dampfmaschine mit der
Bezeichnung "Lokomobile" wird von der
Firma Buckau & Wolf im
Auftrag
von Lanz Mannheim gebaut. Diese Dampfmaschine wird bis heute im Museum
ausgestellt und regelmäßig im Betrieb unter Dampf vorgeführt.
- Odershausen gehört zum Amtsgericht Bad Wildungen und zum
Finanzamt Korbach.
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| 1929 |
- Am 1. April wird das Fürstentum Waldeck Bestandteil von
Preußen.
- Am 8. April veröffentlicht der
deutsche Schriftsteller und Dichter Erich Kästner in der Zeitung
"Montag Morgen" sein Gedicht "Waldecker
Opposition". Grund dafür ist Vereinigung
des ehemals
freien und selbständigen Fürstentums Waldeck-Pyrmont mit Preußen.
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| 1932 |
- Auf dem süd-westlich von Odershausen gelegenen 611 m hohen
Auenberg errichtet das Reichsamt für Flugsicherung einen 22 m hohen
Gittermast als Leuchtturm zur Befeuerung der Nachtflugstrecke
Frankfurt-Hannover.
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| 1933 |
- Das Dorf Odershausen hat 453 Einwohner.
- Der Odershäuser Posaunenchor wird gegründet. Erster
Chorleiter ist Heinrich Kraft.
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| 1934 |
- Der Leuchtturm auf dem Auenberg sorgt mit seinem am Himmel
kreisenden Lichtstrahl zur besseren Orientierung für die Flugzeuge, die
nachts von Frankfurt nach Berlin fliegen.
- Die Freiwillige Feuerwehr Odershausen wird gegründet.
Erster Brandmeister ist Maurermeister Wilhelm Syring.
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| 1936 |
- Am 20. Juli macht Medizinalrat Dr. Finckh vom
Gesundheitsamt des Kreises der Eder einen Rundgang durch Odershausen.
In seinem Bericht erwähnt er den Beginn der Baumaßnahmen an einer
gedeckten Straßenkanalisation. Er bemängelt mehrere "ärmliche
Quartiere" und Miststätten, die nicht den baupolizeilichen Vorschriften
entsprechen. Er begutachtet die einzige Übernachtungsmöglichkeit für
Fremde, nämlich die Wirtschaft Helenental, eine weitere Wirtschaft, ein
Schlachthaus, drei Kolonialwarenläden, einen Sportplatz, den Friedhof
und eine Meldestelle vom Roten Kreuz. Bei dieser Visitation schneidet
Odershausen wesentlich besser ab als die Nachbargemeinden.
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| 1937 |
- Der Schießstand des Schützenvereins wird von der Sandgrube
auf dem Köppel an die Koppe verlegt.
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| 1938 |
- In Bad Wildungen beginnt der Bau von über zehn
Luftschutzbunkern. Das Oberkommando der Luftwaffe soll nämlich dorthin
verlegt werden, weil wegen der Kliniken des Badeortes Bad Wildungen
auch als Lazarettstandort geeignet erscheint.
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| 1939 |
- Odershausen hat 471 Einwohner.
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| 1940 |
- Am 1. Mai wird Altwildungen in die Stadt Bad Wildungen
eingemeindet.
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| 1942 |
- Karl Knüppel wird, einem uralten Brauch folgend, als
Fünfjähriger von seinem Großvater am Ostersonntag zum Atzelborn
geschickt, um dort "Osterwasser" zu holen. Nur den Kindern, die unter
10 sind, wird diese besondere Aufgabe übertragen, weil nur dann das
Wasser des Atzelborns heilende und stärkende Wirkung besitzt.
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| 1944 |
- Es ist etwa 7.30 Uhr am nebelig-trüben Morgen des 1.
Novembers als ein dumpfer Knall aus Richtung Auenberg die
Dorfbevölkerung aufschreckt. Eine deutsche Focke-Wulf 190, die im Raum
Ziegenhain-Treysa-Allendorf kurz vorher in einen Luftkampf zwischen
deutschen und englischen Jagdfliegern verwickelt war, stürzt etwa
200 m oberhalb der Reisner Buche in gerader Linie zum Auenberg ab. Der
junge Jagdflieger kommt dabei zu Tode. Er wird anschließend in der
Odershäuser Kirche aufgebahrt und später von Luftwaffensoldaten in
einem Wehrmachts-LKW abgeholt.
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| 1945 |
- Am 29. März stoßen die ersten amerikanischen Truppen auf
Bad Wildungen vor. Die einzige Bombe, die in der Stadt niedergeht,
schlägt nachts in das Stadtkrankenhaus ein. Glücklicherweise bleibt sie
als
Blindgänger im Keller stecken.
- Einen Tag später, am Karfreitag dem 30. März, fahren
amerikanische Panzer in Odershausen ein. Das Gasthaus "Zum Helenental"
und einige Privathäuser werden beschlagnahmt und von den
Besatzungstruppen benutzt. Am nördlichen Dorfende Richtung Braunau wird
eine kleine Start- und Landebahn für Aufklärungsflugzeuge angelegt.
- Nach Kriegsende kommen die beiden Brüder Alois und Alfons
Petri in die Gegend. Sie suchen ein Grundstück, um darauf eine
Tabakfabrik zu bauen. Die Gemeinde Odershausen bieten ihnen ein
Grundstück am Eichenköppel an. Schon bald wird darauf eine Werksbaracke
errichtet und noch vor Weihnachten mit der Produktion von
Krüllschnitt-Tabak angefangen.
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| 1946 |
- In der Gemeinde Odershausen gibt es noch 72 Bauern, die
Milch
liefern und die somit als offizielle Milchlieferanten
geführt werden.
Das
sind Heinrich Zwick, Wilh. Syring, A. Hucke, Heinr. Schaumburg, Marie
Debes, Wilhelm Kraft, Reuter - Staffel, Reinh. Schaumburg, Erwin
Viehmeier, Christian Melwig, Georg Schween, Fritz Heinzemann, Friedrich
Sachse, Johannes Schüßler, Ernst Knasper, Willi Linke, Konrad
Viehmeier, Wilhelm Wollmert, Heinrich Reuter, Fritz (Werner) Syring,
Wilh. Syring (Maurerm.), Wilh. Berthold (Carl Zwick), K.-H. Groß (Ad.
Jäger), Johannes Syring, Heinr. Ködding (Wagener), Wilh. Syring
(Mirersch), Karl Meier, Fritz Syring, Wilhelm Groß, Heinrich Debes,
Heinrich Stiehl, Karl (Reinhard) Knüppel, Adam Schaumburg, Heinrich
Rabe, Wilhelmine Melwig, D. Kraft - Bredemeier, Heinrich Debes I.,
Heinrich (Walter) Viehmeier, Heinr. (Herbert) Schaumburg, Heinr.
(Christian) Syring, Heinr. (Wilfr.) Ulrich, Karl Ulrich (Leni Kondner),
Willi Braun, Marie (Heinr.) Wollmert, Walter Sorge, Ludwig Viehmeier,
Heinrich Helmetag, Karl Reuter, Friedr. (Karl) Kraft, Adam Gimbel,
Christian Debes, Frieda Hauf geb. Debes II., Friedrich Kraft, Horst
Schade, Heinrich Heintzemann, Friedrich Wagener, Karl Viehmeier,
Christian Daude, Heinrich Stremme, Ludwig (Erich) Syring, Heinrich
Syring, Wilh. Mette - Hr. Ravensburg, Heinrich Michel, Heinrich
Kontner, Karl Syring, Wilhelm Mette, Konrad Kramer, Hans Wickert, Adam
Bremmer, Johannes Bremmer, Johannes Wollmert, Fritz Bremmer.
- Odershausen hat 690 Einwohner.
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| 1948 |
- Am 22. Februar wird der Gemischte Chor Odershausen
gegründet. Der erste Chorleiter ist Karl Heinz Bernhardt.
- Die Geschäfte der Brüder Petri im Tabakwerk am Eichenköppel
laufen trotz der Währungsreform prächtig.
- Am 30. September geht nach fast 50-jährigem Wirken in
Odershausen der Lehrer Wilhelm Mann in den wohlverdienten Ruhestand.
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| 1949 |
- Die
Brüder Petri bauen auf dem Eichenköppel die erste massive Werkshalle.
Nachdem auf dem Markt Tabakrohmaterial gut zu bekommen ist, wird im
Werk mit der Produktion von Zigaretten begonnen.
- Odershäuser Landwirte kaufen zusammen eine Dreschmaschine
von der Firma Carl Geringhoff aus Ahlen/Westfalen und gründen eine
Dreschgenossenschaft.
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| 1950 |
- Am 26. Februar feiert der Gemischte Chor Odershausen die
Premiere der Operette "Heimatliebe". Dazu gibt es viel Beifall.
- Odershausen hat 694 Einwohner.
- Der Bäckermeister Fritz Wilke aus Eimelrod eröffnet
zusammen mit seiner Ehefreu Martha eine Bäckerei im Plankenweg Nr. 6 in
Odershausen. Dazu kauft er die Scheune der Familie Lesch an dieser
Stelle und baut sie zu einem Wohnhaus mit Backstube und Verkaufsladen
um.
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| 1951 |
- Die amerikanische Luftwaffe muss den Fliegerhorst Fritzlar
an die französische Luftwaffe abgeben. Als Folge davon erhöht sich das
Flugaufkommen im Bereich des kleinen "Flugplatzes" bei Odershausen. Die
beiden rechtwinklig zueinander angeordneten Flugpisten liegen nahe des
Ortsausgangs Richtung Braunau in nord-südlicher und ost-westlicher
Richtung
auf freiem Feld.
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| 1952 |
- Am 12. Juli wird der "Braunauer Spar- und
Darlehnskassenverein" in "Raiffeisenkasse Braunau-Odershausen"
umbenannt.
- Beim Funkkonzert des Hessischen Rundfunks ist im Radio das
Lied "Komm zurück" des Gemischten Chores Odershausen zu hören.
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| 1954 |
- Der Schützenverein Odershausen 1910 e.V. wird nach dem
Krieg neu gegründet. Erster Vorsitzender wird Ernst Huhnstock.
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| 1955 |
- Die
für den Flugplatz in Odershausen enteigneten Grundstücke werden an die
Grundstücksbesitzer zurückgegeben. Diese müssen aber die Startbahnen
aus Gitterrosten, Beton und Teer in Eigenleistung selber entfernen,
bevor sie ihre Ländereien wieder nutzen können.
- Am 6. Juni genehmigt der Hessische Minister des Innern die
Flagge für die Stadt Bad Wildungen mit folgender Beschreibung: "In
einem von Schwarz und Gold geteilten Feld oben vorne in Schwarz ein
goldener achtstrahliger Stern."
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| 1956 |
- Die Kirche in Odershausen wird umfangreich renoviert. Die
Sakristei wird entfernt und der Chorraum erhält nun eine Decke im
gotischen Stil.
- Odershausen hat 584 Einwohner.
- Der Unternehmerkreis um Willy Kraus erwirbt das ehemalige
Tabak-Werk am Eichenköppel. Dort werden für die ebenfalls zur
Firmengruppe gehörenden Metzler AG und Correcta GmbH Folien und
Porstamidplatten hergestellt.
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| 1958 |
- Der Schützenverein Odershausen baut den Festplatz an der
Koppe aus.
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| 1959 |
- Für das der Gemeinde Odershausen gehörende Gelände "Am
Köppel" (Eichenköppel), nördlich des Odershäuser Ortskerns, wird ein
Bebauungsplan aufgestellt.
- Unterhalb der Kirche am Dörnbachweg wird aus grauen Steinen
ein Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege
aus der Gemeinde Odershausen gebaut.
- Nur
ganz wenige Privathaushalte können sich einen eigenen
Kühlschrank und noch weniger einen eigenen Gefrierschrank leisten.
Deshalb wird im Ort eine Gefriergemeinschaft gegründet. Diese pachtet
neben dem
Feuerteich am Dörnbachweg ein kleines städtisches
Grundstück und baut darauf ein kleines Kühlhaus, nämlich die Mammut
Gemeinschafts-Gefrieranlage der Lölsch-Fölzer-Werke AG Siegen. Für
Planung, Montage und Kundendienst ist "Lahn-Kälte", Wezel&Co aus
Biedenkopf an der Lahn zuständig. Die Kühlung der
einzelnen Gefache erfolgt mit Hilfe von zwei Kälteanlagen, einer
größeren für 60 Gefache und einer kleineren Erweiterungsanlage für 11
Gefache. Daneben
gibt es auch einen zusätzlichen Vorkühlraum im Gebäude. Der erste
Vorsitzende der
Gefriergemeinschaft ist Heinrich Knüppel, der Geschäftsführer ist
Wilfried Ulrich.
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| 1960 |
- Im Süden von Odershausen auf dem Hain pachtet der TSV 1920
Odershausen ein Grundstück von der Kirchengemeinde und legt darauf
einen neuen Sportplatz an.
- Die "Gefriere", das Gemeinschaftskühlhaus im Ort, nimmt den
Betrieb auf. Die Familien der Mitglieder der Gefriergemeinschaft können
ab jetzt gegen eine Jahresgebühr im persönlichen Gefrierfach ihre
tiefgekühlten
Lebensmittel lagern.
- Das Folienwerk am Eichenköppel wird zu "Ylopan" und
vertreibt seine Produkte nun unter diesem Namen.
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| 1961 |
- Das Neubaugebiet am Eichenköppel, das eine Fläche von ca.
8000m² umfasst, wird bebaut. Die meisten Häuser werden als
Flachdachbungalows gebaut, die als modern
und schick gelten.
- Odershausen hat 609 Einwohner.
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| 1964 |
- Der Schützenverein Odershausen beschließt, ein Schützenhaus
auf dem Gelände an der Koppe zu bauen. Die Pfarrscheune wird abgerissen
und der Erlös für die Errichtung des ersten Bauabschnitts verwendet.
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| 1966 |
- Die Freiwillige Feuerwehr Odershausen bekommt ihr erstes
Feuerwehrauto.
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| 1967 |
- Der Stall und das Wohnhaus der Familie Meyer werden im
Rahmen
der Althofsanierung erneuert.
- Odershausen hat 729 Einwohner.
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| 1968 |
- Der Bürgermeister von Odershausen ist Alfred Hucke. Die
beiden Beigeordneten sind Heinrich Schaumburg und Karl-Heinz Reuter.
Der ehrenamtliche Kassenverwalter ist Heinrich Knüppel, der
Wassermeister Wilhelm Schaumburg und der Ortsdiener Willi Daude.
Die Interessen der Bürgerschaft liegen in den Händen der
Gemeindevertretung mit neun Mitgliedern, dem Vorsitzenden Karl Debes,
Margarete Fisch, Heinrich Löwer, Gerda Müller, Heinrich Ravensburg,
Walter Syring, Willi Braun, Heinrich Viehmeier und Friedrich Wagner.
- Der Schützenverein Odershausen trägt auf der neuen Anlage
an der Koppe die ersten Kreismeisterschaften aus.
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| 1969 |
- Der alte, 22 m hohe Gittermast auf dem Auenberg, der
ursprünglich als
Leuchtturm zur Befeuerung der Nachtflugstrecke Frankfurt-Hannover
diente, wird mit Hilfe des THWs abgebaut. Das Radar ist nämlich
mittlerweile so gut weiterentwickelt, dass der Turm überflüssig
geworden ist. Zuletzt diente er nach dem Entfernen der Leitern sowieso
nur
noch der
Odershäuser Dorfjugend als Kletterobjekt bei Mutproben.
- Fünf junge Musiker - Adolf Syring (Akkordeon), Walter
Schäfer (Saxophon), Heinrich Rabe (Schlagzeug), Max Jerzyk (Trompete),
Wolfgang Cramer (Bassgitarre) - treffen sich regelmäßig, um zusammen
Musik zu machen und gründen die Schlagerband "Sunnies". Auf Hochzeiten,
bei Karnevalsveranstaltungen, beim Tanz in den Mai, bei Familien- und
Betriebsfeiern sorgen die Sunnies für gute Stimmung.
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| 1970 |
- Im Frühjahr finden Gespräche der Bürgermeister von
Armsfeld, Bergfreiheit, Hundsdorf, Braunau und Odershausen darüber
statt, sich zu einer neuen Gemeinde zusammenzuschließen. Grund dafür
ist die Aufforderung der hessischen Landesregierung, durch
Zusammenschluss oder durch Anschluss an größere Gemeinden
leistungsfähigere Verwaltungen zu schaffen. Die Gespräche führen aber
zu keinem Ergebnis.
- Herbert Viehmeier eröffnet zusammen mit seiner Frau Gisela
in der Wildunger Straße das "Cafe Roseneck". Recht schnell macht sich
das Ehepaar Viehmeier mit guter Küche, schmackhaften Kuchen,
Waffelspezialitäten und aufmerksamem Service einen guten Namen.
Sonntagvormittags trifft man sich im Roseneck zum Stammtisch beim
Knobeln, Quatschen, Lästern
und Zechen.
- Der TSV 1920 Odershausen feiert sein 50-jähriges Jubiläum.
|
| 1971 |
- Die Odershäuser Gaststätte Wollmert feiert ihr 100-jähriges
Bestehen. Der Name "Gastwirtschaft Wollmert" wird in "Zur Jägersburg"
geändert.
- Der TSV Odershausen legt den Grundstein für ein
vereinseigenes Sportheim auf dem Grundstück Ecke Plankenweg/Junkerweg.
Willi Braun wird zum Vereinsvorsitzenden gewählt.
|
| 1972 |
- Am 1. Januar wird Odershausen im Zuge der Gebietsreform
in Hessen der Stadt Bad Wildungen eingemeindet. Damit verliert
Odershausen seinen jahrhundertealten Status als rechtlich selbständige,
eigenverantwortlich handelnde Gemeinde. Der letzte Odershäuser
Bürgermeister Alfred Hucke verliert sein Amt und ist nur noch
der Ortsvorsteher. Die Akten und Amtsbücher von Odershausen gelangen in
den Besitz des Bad Wildunger Stadtarchivs.
- Odershausen erlangt das Prädikat "Staatlich anerkannter
Erholungsort".
- Die Scheune auf dem Grundstück Wildunger Straße 38 am
Ortseingang von Odershausen wird zu einem Restaurant umgebaut. Die
Familie Stachler pachtet das Restaurant, gibt ihm den Namen
"Bulgaria"und bietet dort bulgarische Spezialitäten an.
- Die Stadt Bad Wildungen ist bemüht, durch den Bau einer
Umgehungsstraße den Durchgangsverkehr durch die Stadt deutlich zu
reduzieren und damit zu entlasten. Die Pläne einer Nordumgehung werden
aber wieder verworfen und eine Südumgehung bevorzugt.
- Die Gemeinde Odershausen erwirbt schräg gegenüber dem
Sportheim ein Grundstück am Junkerweg für die Anlage eines neuen
Sportplatzes.
|
| 1973 |
- Am
17. März wird die Einweihung des Sportheims des TSV Odershausen
gefeiert. Das Material für den Bau stellen die Gemeinde Odershausen und
die Stadt Bad Wildungen. Die meisten Arbeiten werden in Eigenleistung
erbracht.
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| 1974 |
- Karl und Erna Meyer geben ihre Landwirtschaft auf.
- Das Pfarrhaus am Pärrnerweg 7 wird an Familie Schäfer
verkauft, die es modernisiert und renoviert.
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| 1975 |
- Am
16. April wird der städtische Kindergarten Odershausen im Plankenweg 6
mit einem Tag der offenen Tür feierlich eingeweiht. Er bietet Platz für
75 Kinder. Die Baukosten betragen 542.000 €.
- Der TSV Odershausen errichtet wegen gestiegener
Mitgliederzahlen aus eigenen Mitteln einen größeren Anbau am
vereinseigenen Sportheim.
- Der von der Stadt Bad Wildungen angelegte neue Sportplatz
am Junkerweg wird feierlich eingeweiht.
- Die gemütliche Kneipe "Apfelbaum" folgt dem "Bulgaria" in
der Wildunger Straße 38.
- Dieter und Rolf Münch siedeln mit ihrer Dachdeckerfirma
Münch von Albertshausen nach Odershausen um.
|
| 1977 |
- Die befürchteten erheblichen Nachteile für Odershausen
durch den Bau der Umgehungsstraße von Bad Wildungen als Südumgehung
sorgen in der Odershäuser Bevölkerung für große Unruhe. In langwierigen
Verhandlungen können die Bedenken aber zerstreut und mit dem Bau der
Straße begonnen werden.
- In und um Odershausen wird ein Schnadezug (Begang der
Gemarkungsgrenzen) durchgeführt.
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| 1978 |
- Im
April eröffnet der Wildunger Detlef (Dave) Badenhausen in dem Gebäude
Wildunger Straße 38 die Musik-Pinte PEGASUS - eine Kneipe für junge Leute
von 15 bis 35 mit Musik, Büchern und Spielen. Diese Kneipe erfreut sich
sehr schnell großer
Beliebtheit, auch weit über Bad Wildungen hinaus.
- Am 2. September stirbt der langjährige Odershäuser Lehrer
Wilhelm Mann im 100. Lebensjahr. Er wird von mehreren Generationen
seiner ehemaligen Schüler geehrt.
- Das Cafe Roseneck wird um eine Minigolfanlage erweitert.
- Die Bäckersleute Wilke geben ihr Geschäft in Odershausen
aus Altersgründen
auf und gehen in den wohlverdienten Ruhestand.
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| 1980 |
- Die Schulen in Braunau und Odershausen werden zu
Grundschulen für die Walddörfer.
- Ein Schnadezug entlang der Gemeindegrenzen wird
durchgeführt.
- Die Schlagerband "Sunnies" trennt sich, weil es für die
Musiker zu schwierig ist, Hobby und Arbeit miteinander zu verbinden.
- Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) entsteht unter
der Regie des Ortsbeauftragten Dieter Münch südwestlich von Odershausen
Richtung Jägersburg im Kaltebornsbachtal die Hässelhütte
(Grillhütte)
als beliebter Treffpunkt der Odershäuser. Dort finden seitdem auch die
Osterfeuer statt.
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| 1981 |
- Dieter Münch wird Mitglied des Ortsbeirates von Odershausen.
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| 1984 |
- Der Schützenverein Odershausen plant die Erweiterung seiner
Anlage auf der Koppe zu einer zentralen Schießsportanlage. Nach einer
Vereinbarung mit der Stadt Bad Wildungen werden die Räumlichkeiten so
großzügig ausgelegt, dass sie auch als Gemeinschaftsräume für die
Dorfbevölkerung genutzt werden können.
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| 1985 |
- Ortsvorsteher Alfred Hucke verkauft sein 1982 erbautes Haus
im Warteblick 2 und auch seine Gärtnerei an der Ecke
Blumenstraße/Wildunger Straße an Johannes Lewinsohn.
- Erich Syring wird erster Vorsitzender der
Gefriergemeinschaft Odershausen. Er übernimmt das Amt von Heinrich
Knüppel.
- Die
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| 1986 |
- Am Samstag, dem 21. Juni, öffnet die beliebte Kneipe Pegasus leider zum
letzten Mal ihre Pforte mit einer großen Sommer-Fete unter dem Motto
"The last Chance".
Am 30. Juni ist dann
das offizielle Ende gekommen. Grund dafür ist
die
Kündigung des Mietvertrages durch Daves Vermieter Herrn Schröder aus
Odershausen.
- Der Verein zur Erhaltung und Förderung des Roten Höhenviehs
e.V. wird gegründet. Er widmet sich der Zucht der als "Kellerwaldrind"
bekannten, bis dahin als gefährdet eingestuften Rinderrasse.
Glücklicherweise kann die Gefährdung mit einem inzwischen stabilen
Bestand abgewendet werden.
|
| 1987 |
- Im
Juni findet in Odershausen ein Fest des Posaunenchores statt, bei dem
als Attraktion alte Schlepper ausgestellt werden. Die drei Dorfbewohner
Gernot Guhde, Adolf
Syring und Wolfgang Kramer haben zum ersten Mal die Idee, einen Verein
zur Erhaltung von landwirtschaftlichen Geräten zu gründen.
- Die Freiwillige Feuerwehr Odershausen zieht vom alten
Gerätehaus am Pärrnerweg in den Neubau am Junkerweg gegenüber dem
Sportheim um.
- Im Herbst werden erste Vorbereitungen getroffen, in
Odershausen einen Tennisverein zu gründen. Die Siege der deutschen
Tennisstars Steffi Graf und Boris Becker haben zu einem regelrechten
"Tennisfieber" geführt.
- Am
6. Dezember findet die erste Zusammenkunft der historisch
Interessierten im Gasthaus "Zum Helenental" in Odershausen statt, um
die Gründung eines
Vereins in Erwägung zu ziehen.
|
| 1988 |
- Schlepper-Ausstellung
mit 20 Traktoren an der Hässelhütte in Odershausen, organisiert von den
Schlepperfreunden-Auenberg
- Die Vorbereitungen
für die Vereinsgründung des VEHLT laufen; ein Vereinsschild und ein
Vereinswappen werden
entworfen und hergestellt.
- Am 16. September wird der Tennisverein 1988 Odershausen
e.V. gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wird Harald Börner gewählt.
|
| 1989 |
- Die Vereinsgündung "Verein zur Erhaltung historischer Landmschinen
und
Traktoren
Odershausen 1989 e.V." (Abkürzung VEHLT) findet am 28. Januar im
Gasthaus
"Roseneck" in
Odershausen statt.
- Beschluss zur
Annahme der ersten Vereinssatzung des Vereins VEHLT
- Einige Odershäuser gründen aufgrund von Unstimmigkeiten als
Alternative den Verein
"Schlepperfreunde Auenberg Odershausen". Die Gründer sind Helmut
Schweinsberg, Rainer Gimbel, Stefan Daude, Wolfgang Kramer, Heinrich
Dietz und Karl-Heinz Kramer.
- Der Tennisverein 1988 Odershausen beginnt mit den
Bauarbeiten an der Tennisanlage mit zwei Tennisplätzen auf dem
kircheneigenen Grundstück am Junkerweg.
|
| 1990 |
- Udo und Dorothee Collet aus Köln erwerben das Ylopan-Werk
am Eichenköppel. Dort werden seitdem ausschließlich Folien hergestellt.
- Dreschfest
in Odershausen mit Schlepper- und Maschinenausstellung
- Mitwirken
beim Dreschfest in Bergheim mit Schlepper- und Maschinenausstellung
- Dreschfest
in Reinhardshausen mit Ausstellung
- Im Juni nimmt der Tennisverein 1988 Odershausen seinen
Spielbetrieb auf den beiden neuen Tennisplätzen auf.
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| 1991 |
- Feldbestellung
mit Schlepper- und Maschinenausstellung in Odershausen
- Dreschfest
mit Ausstellung in Reinhardshausen
- Mitwirken
an der
700-Jahr-Feier in Braunau mit Ausstellung
- Ausstellung
beim
Kram- und Viehmarkt in Bad Wildungen
- Der
Verein zur
Erhaltung historischer Landmaschinen und
Traktoren e.V. Odershausen erwirbt die Meyersche Scheune auf dem
Grundstück Wildunger Straße 3.
- Der TSV 1920 Odershausen bildet mit dem Sportverein Braunau
eine Spielgemeinschaft, um den Fußball attraktiver zu machen.
- Das Werk Ylopan am Eichenköppel gehört nun als selbständige
Einheit zur EBK Kunststoffe GmbH, die wiederum in die mittelständische
Familiengruppe Collet intergriert ist. Der Personalbestand wird auf
fast 100 Mitarbeitende vergrößert.
|
| 1992 |
- Dreschfest
in
Reinhardshausen mit Ausstellung
- Ausstellung
beim Kram- und
Viehmarkt in Bad Wildungen
- Mitwirken
an der 1150-Jahr-Feier in
Wabern mit Dreschen und Ausstellung
- Ausstellung
zusammen mit
den "Käfer-Freunden" zur 700-Jahr-Feier in Bad Wildungen, Mitwirken
beim großen historischen Festzug quer durch die Wildunger Geschichte
- Mitwirkung
an der 1150-Jahr-Feier in Bad Zwesten mit Dreschen und Ausstellung
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| 1993 |
- Dieter Münch wird stellvertretender Ortsvorsteher.
- Veranstaltung "Ernten
einst
und heute" mit Ausstellung in Odershausen
- Dreschfest
zusammen mit den "Käfer-Freunden" und Ausstellung in
Reinhardshausen. Diese Veranstaltung wird in Verbindung mit
dem Frühschoppen in
Kassel-Calden im dritten Programm des hr-Fernsehens übertragen.
- Teilnahme
am mittelalterlichen Markt in Korbach mit zwei Verkaufsständen, einer
Schmiede und einem Weinstand. Alle Vereinsmitglieder tragen dabei
Waldecker Bauernkittel oder Waldecker Tracht.
- In Odershausen wird der „Verein zur Förderung der
Dorfgemeinschaft Odershausen e.V.“ (VFD) gegründet. Dieser
gemeinnützige Verein ist ein Zusammenschluss der zurzeit 18 Odershäuser
Vereine und Gruppen. Ziel ist es, mit verschiedenen Aktionen das Leben
auf dem Dorf attraktiver zu gestalten, das Miteinander zu fördern
und somit der Landflucht und der demographischen Entwicklung
entgegenzusteuern.
|
| 1995 |
- Im April weiht der Tennisverein TV 1988 Odershausen e.V.
seinen dritten Tennisplatz ein, nachdem sehr stark ansteigende
Mitgliederzahlen diese Maßnahme erforderlich machen.
|
| 1996 |
- Klaus Arend gründet den Skatclub "Odershäuser Buben e.V."
und ist auch erster Vorsitzender. Einmal pro Woche wird im Vereinslokal
Roseneck Skat gespielt.
|
| 1997 |
- Dieter Münch wird in Odershausen zum Ortsvorsteher gewählt.
- Nach einem umfangreiche Ausbau
wird die Sanierung
der Museumsgebäude abgeschlossen und das "Lebendige Museum"
fertiggestellt.
- Fritz Wabra überlässt die große alte Dampfmaschine
Lokomobile dem Lebendigen Museum Odershausen
als Dauerleihgabe.
- Im November erhält die Schule von Odershausen nach der
Einweihung des erweiterten und renovierten Schulgebäudes den
offiziellen Namen "Auenbergschule". Dieser Name leitet sich vom
Auenberg ab, der den geographischen Mittelpunkt der Walddörfer
darstellt, deren Kinder die Auenbergschule besuchen.
|
| 1998 |
- In Odershausen wird hinter dem Sportheim und dem
Kindergarten Richtung Braunau ein neues Baugebiet erschlossen.
Innerhalb weniger Monate wird das Gelände bebaut.
- Im Oktober gibt der Waldeckische Geschichtsverein e.V. Bad
Arolsen den Band 61 "Odershausen" der Waldeckischen Ortssippenbücher
heraus. Der Bearbeiter ist Helmut Löwer.
|
| 1999 |
- In der Gemeinde Odershausen gibt es nur noch 4 Bauern, die
Milch
liefern und die als offizielle Milchlieferanten geführt werden. Das
sind Wilhelm Kraft, Karin Knüppel, Erich Syring und Heinrich Debes.
- In Odershausen wird der Verein der "Freunde und Förderer
der Auenbergschule e.V." gegründet. Er unterstützt die Schule mit Lehr-
und Hilfsmitteln, die wegen fehlender öffentlicher Mittel nicht vom
Schulträger zur Verfügung gestellt werden können.
|
| 2002 |
- Odershausen nimmt am Regionalentscheid des Kreises
Waldeck-Frankenberg mit dem Titel
"Unser Dorf" in der Gruppe der nicht dorferneuerten Gemeinden teil und
gewinnt den Wettbewerb sensationell. Damit ist Odershausen im kommenden
Jahr für den Landesentscheid qualifiziert.
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| 2003 |
- In dem 31. Landesentscheid "Unser Dorf" wird Odershausen
völlig überraschend als dritter Sieger ausgezeichnet.
- In und um Odershausen wird ein Schnadezug (Begang der
Gemarkungsgrenzen) durchgeführt.
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| 2005 |
- Im
Februar wird in Odershausen die neue Eineinhalbfelder-Turnhalle in
Schulnähe am Ortseingang an der Wildunger Straße feierlich eingeweiht.
- Am 13. Mai
sendet das hr-Fernsehen einen Beitrag mit dem Titel "Das Lebendige
Museum Odershausen". Das ist der allererste Fernsehbeitrag des
Hessischen
Rundfunks, bei dem das Fernsehen zu Gast im Lebendigen Museum
ist.
- Als Teil des Naturerlebnispfades, einem Projekt für die
Landesgartenschau im nächsten Jahr, wird auf dem Gelände der
Jägersburg eine Schutzhütte erbaut. Außerdem wird der alte Burgbrunnen
freigelegt,
wieder neu aufgebaut und mit einem Dach versehen.
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| 2006 |
- Bad Wildungen feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges
Bad-Jubiläum.
- Vom
15. April bis 3. Oktober findet in Bad Wildungen unter dem Motto:
"Natürlich gut" die Landesgartenschau
statt. Bereits am 8. April stellt Susanna Frese offiziell das
Landesgartenschau-Logo von
Odershausen vor.
- Am 3. Mai wird in der Sendung "Rucksack - Für
Wanderfreunde"
des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) unter der Überschrift "Kellerwald
und Edersee" ein Beitrag zum Museum in Odershausen gesendet.
- Teilnahme
an der 700-Jahr-Feier in Wetterburg
- Mitwirken
beim Erntefest in Wellen und bei der Kartoffelernte in Reinhardshausen
- Am
13.
Oktober wird vom hr-Fernsehen im dritten Programm einen Beitrag mit dem
Titel "Museum Odershausen - Kennen Sie Schepperlinge?" ausgestrahlt.
- Einrichten
des Obergeschosses des Museums und Fertigstellen des Kelterstübchens
- Installation
eines Aufzugs im Museum
- Die große alte Dampfmaschine Lokomobile wird
generalüberholt und mit einem neuen Anstrich versehen.
- Homepage des Lebendigen
Museums
Die Einrichtung einer Museumshomepage geht auf die Initiative von G.
Ravensburg zurück. Der fragt beim Vereinsvorsitzenden des VEHLT Gernot
Guhde
nach, warum das Lebendige Museum nicht im Internet zu finden sei. Da es
bislang aber noch keine eigene Homepage gibt,
wird das Projekt
von beiden gemeinsam mit großem Elan in
Angriff
genommen. Die
Domain mit dem besonderen Namen "lebendigesmuseum.de"
wird am 10. Oktober registriert.
- "Dörflicher Adventszauber" - die erstmals im Dezember
durchgeführte
Veranstaltung, zieht viele Besucher an und ist ein voller Erfolg.
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| 2007 |
- Am 1. Januar ist zum ersten Mal die museumseigene
Homepage "lebendigesmuseum.de"
online im Internet abrufbar.
- Bei
der Jahreshauptversammlung am 2. Februar wird die
zweite überarbeitete Fassung der Vereinssatzung des VEHLT beschlossen
und einstimmig angenommen. Der langjährige Vereinsvorsitzende Gernot
Guhde gibt seinen Vorsitz aus Altersgründen und wegen privater
Verpflichtungen auf. Zum neuen Vorsitzenden wird Heinrich Frese gewählt.
- Teilnahme am 10. Juni an der 4. Nationalen
Lauterbacher
Kaltblutpferdeschau mit Austellung und Vorführung einer
Getreidemähmaschine mit
Selbstablage (Flügelmäher), eines Gabelheuwenders und eines
Pferderechens
- Der langjährige Ortsvorsteher Dieter Münch stirbt am 17.
Juli im Alter von 68 Jahren. Über viele Jahrzehnte hinweg prägte er
aktiv die Entwicklung seines Heimatortes.
- Mitwirkung des Museums am 22. Juli
beim Ernteeinsatz in Borken-Trockenerfurth zur Vorbereitung für die
750-Jahr-Feier im nächsten Jahr
- Teilnahme am 2. September an der
900-Jahr-Feier in Allendorf (Eder)
- Teilnahme am 22. und 23. September am Kartoffelfest
in Reinhardshausen - Austellung von Geräten und Maschinen für
den Kartoffelanbau. Den Gästen wird Kulinarisches aus der Kartoffel
angeboten.
- Am 14. November nötigt der Verwaltungs-Verlag GmbH München
dem Lebendigen Museum Odershausen einen teuren Lizenzvertrag für einen
klitzekleinen Kartenausschnitt ab, der auf der Museumshomepage
eingestellt ist.
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| 2008 |
- Historische Feldbestellung am 18. Mai im Vorfeld
der 700-Jahr-Feier von Odershausen
- Am 21. September findet ein historischer Erntetag
statt, bei dem unter anderem die im Frühjahr gepflanzten Kartoffeln mit
Hilfe alter
Maschinen und eines Pferdegespanns geerntet werden. Auch dieser
besondere Erntetag gilt als Vorveranstaltung zur 700-Jahr-Feier im
nächsten
Jahr.
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| 2009 |
- Teilnahme am 1. Mai an dem Traktorentreffen des Kultur- und
Technik-Clubs Wohratal mit der LANZ-Lokomobile und dem LANZ-Traktor
- In der Festwoche zur 700-Jahr-Feier von Odershausen vom 17.
bis
24.
Mai finden diverse Aktivitäten rund um das Museum statt. Der
Themenschwerpunkt ist "Schafschur & rund um die Wolle". Dabei
werden vom Hessischen Rundfunk auch Filmaufnahmen im Museum gemacht.
- Am 14. Juni nimmt das Museumsteam an der Veranstaltung
"800 Jahre Wega" teil und zeigt eine Dreschvorführung mit der großen
Dreschmaschine (Fabrikat Fa. Carl Geringhoff).
- Teilnahme am 3. Oktober an der Messe der
Direktvermarkter im Wildunger Kurpark bei der Wandelhalle. Am
großen
Spezialitätenstand gibt es frisches Weckewerk mit Kartoffeln. Unser
Museum ist mit einer großen Ausstellung zum Thema
"Erntezeit" und mit Vorführungen verschiedener Dreschmaschinen
und Geräte eine der Hauptattraktionen auf dem Gelände.
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| 2010 |
- Mitgestaltung des 100-jährigen Firmenjubiläums des
Hofbrauhauses Brüne in Bad Arolsen am
8. und 9. Mai. Thema: "Die Braugerste" - Austellung und Betrieb von
Gerät und Maschinen zur Bodenkultur, Aussaat und Drusch.
- Teilnahme am 33. Internationalen Museumstag am 16. Mai
unter der Fragestellung "Wie entsteht Filz aus Schafwolle?" Dabei geht
es um die Herstellung von Filz zu Dekorationsartikeln, Taschen,
Kleidung, usw.
- Das Lebendige Museum Odershausen ist ab Juni auf der
Internetseite des Hessischen Museumsverbandes www.museen-in-hessen.de präsent. Es wird darauf
ausführlich beschrieben und ist mit Fotos und Kontaktinfos abrufbar.
- Am 5. September findet in Willingen die 4.
Direktvermarkter-Messe statt. Das Museumsteam zeigt den Besuchern eine
Ausstellung von Geräten zum Kartoffelanbau und bietet Dämpfkartoffeln
mit Waldecker Weckewerk und saurer Gurke an.
- Mitwirken am 12. September in Volkmarsen an der
Veranstaltung "25 Jahre Heimat- und Geschichtsverein Volkmarsen" mit
einer Ausstellung zum Kartoffelanbau, wobei Kinder die
Kartoffelsortiermaschine bedienen können.
- Wie auch im letzten Jahr wieder Teilnahme am 3. Oktober an
der
Direktvermarkter-Messe im Kurpark von Bad Wildungen mit einer
Ausstellung und Vorführung zum Thema "Flachsanbau und -verarbeitung"
und zusätzlich einer Ausstellung zur Kartoffel unter dem Motto "Die
tolle Knolle".
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| 2011 |
- Teilnahme am Traktorentreffen des Kultur- und Technik-Clubs
Wohratal am 1. Mai. Es findet dort ein Schauschmieden und Schmieden mit
Kindern statt.
- Am 9. Mai leben in Odershausen 1197 Einwohner.
- Teilnahme am 34. Internationalen Museumstag:
"Künstlerisches Gestalten von Ton und Farbe"
- Am 19. Juni findet der Kindererlebnistag in Bad
Arolsen-Massenhausen statt. Das Museum ist mit fleißigen Mitgliedern
vor Ort und präsentiert eine Ausstellung von Maschinen und Geräten zum
Kartoffelanbau. Kinder bedienen die Kartoffelsortiermaschine und lernen
so spielerisch die Maschinen und Geräte zum Anbau, der Pflege, Ernte
und
Sortierung kennen.
- Studiofest Hessischer Rundfunk am 10. September im
hr-Studio Kassel - "Waffeln backen wie zu Omas Zeiten" dazu eine
Ausstellung von
historischen Geräten zum Waffelnbacken, auch Besucher dürfen
backen. Außerdem: "Alles um die tolle Knolle" es gibt Dämpfkartoffeln
mit Waldecker Weckewerk und saurer Gurke dazu eine Ausstellung von
historischen Geräten zum Kartoffelanbau.
- Mitwirken am 3. Oktober an der Direktvermarkter-Messe im
Kurpark von Bad Wildungen mit einer Ausstellung. Es gibt wieder
Dämpfkartoffeln mit Waldecker Weckewerk und saurer Gurke oder mit
Kräuterdipp.
- Am 31. Oktober wird Margarethe Daude nach über 40
Dienstjahren als Küsterin in der Odershäuser Kirche im Rahmen des
Gottesdienstes zum Reformationstag feierlich in den Ruhestand
verabschiedet.
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| 2012 |
- Beim TSV 1920 Odershausen überlegt man, das alte Sportheim
im Junkerweg 4 abzureißen und an gleicher Stelle ein neues zu errichten.
- Wilfried Ulrich gibt nach 52 Jahren den Posten des
Geschäftsführers der Gefriergemeinschaft Odershausen ab. Neue
Geschäftsführerin ist Gerda Syring.
- Der Verein der Schlepperfreunde
Auenberg Odershausen e.V. wird ins Vereinsregister in Fritzlar
eingetragen.
- Die Schlepperfreunde Auenberg pachten von der
Gefriergemeinschaft den
hinteren Teil des Gemeinschaftskühlhauses am Feuerteich als
Vereinsheim. Die große Kühlanlage mit den 60 Gefachen wird ausgebaut
und eine Zwischenwand eingezogen. Seitlich am Gebäude entsteht ein
separater Eingang für die Schlepperfreunde. Im vorderen Teil bleibt die
Kühlanlage für die 11 Gefache in Betrieb und wird weiter von der
Gefriergemeinschaft genutzt.
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| 2013 |
- Teilnahme am 36. Internationalen Museumstag, der dieses Mal
unter
dem Motto steht: "Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten: Museen
machen mit!"
- Mitwirken an der 750-Jahr-Feier Schiffelbach am 2. Juni im
Rahmen des Stehenden Festzuges.
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| 2014 |
- Am 7. November stirbt Dieter Vogel im Alter von 73 Jahren,
einen
Tag vor seinem 74. Geburtstag. Dieter Vogel war viele Jahre lang mit
Leib und Seele der Betreuer der Fußball-Jugendmannschaften des TSV 1920
Odershausen.
- Mitwirken an der 750-Jahr-Feier Schiffelbach am 2. Juni im
Rahmen des Stehenden Festzuges.
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| 2015 |
- Am 26. August ist in der HNA zu lesen, dass das Ylopan-Werk
in Odershausen 22 von seinen 70 Beschäftigten entlässt, weil der
Betrieb zu wenig Arbeit hat. Das ist fast ein Drittel der Belegschaft.
- Der Schützenverein 1910 Odershausen weiht im Schützenhaus
seine neue elektronische Schießanlage mit 10 Schießbahnen ein, die dem
modernsten Stand der Technik entsprechen.
- Am 31. Dezember hat Odershausen 1289 Einwohner.
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| 2016 |
- Am 8. Mai geht Odershausen tatsächlich in die
Geschichtsbücher ein,
denn rund um den kleinen Ort findet ein sensationeller Weltrekord
statt, der im Guinnessbuch der Rekorde verzeichnet und damit ganz
offiziell
ist:
Die längste
Oldtimer-Traktorenparade der Welt mit 1430 Treckern, jeder
mindestend 30 Jahre alt!
Die Schlepperfreunde-Auenberg
haben dieses sensationelle, wahnsinnige
und atemberaubende Spektakel mit
Teilnehmern aus ganz Deutschland möglich gemacht. Das ganze Dorf ist im
absoluten Ausnahmezustand, das Fernsehen berichtet live! Und auch das
Lebendige
Museum ist mit einem Sonderöffnungstag dabei.
- Das hr-Fernsehen dreht am 7. und 8. Dezember im Museum
einen 90-Minuten-Beitrag zum hr-Jahresrückblick 2016.
Dazu wird von
den
Aktiven des Museumsvereins im Museumshof ein kleiner vorweihnachtlicher
Markt aufgebaut. In der Museumsküche werden Bratäpfel zubereitet und
Waffeln gebacken und dazu bei vorweihnachtlicher Musik Apfelglühwein
angeboten.
Feuerakrobaten bringen besonderes Licht ins jahreszeitliche Dunkel.
Ausgestrahlt wird der Fernsehbeitrag dann am 21. Dezember um 20.15 Uhr.
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| 2017 |
- Teilnahme an der großen 1200-Jahr-Feier in Bad Zwesten vom
25. bis 27. August, die unter dem Motto "früher und heute" steht.
Die Aktiven des Lebendigen Museums sind mit umfangreichen Gerätschaften
vor Ort. Die große Dreschmaschine, der Lanz-Bulldog und die Windfege
werden ausgestellt und dem Publikum vorgestellt. Die Feldschmiede und
auch die Kartoffelsortiermaschine werden den vielen anwesenden
Zuschauern sogar in voller Aktion gezeigt.
- Im September wird in der Nähe des Atzelborns an der Straße
"An der Koppe", kurz hinter dem Abzweig des Dörnbachwegs eine
Schautafel zur langen Geschichte des ältesten Dorfbrunnens von
Odershausen aufgestellt. Vorher wurde der verschüttete Brunnen,
der direkt neben dem Kaltebornsbach liegt,
von Karl Knüppel von Schutt und Unrat befreit und bis ca. 2 Meter Tiefe
freigelegt. Mit Hilfe der Stadt Bad Wildungen wurde der Atzelborn mit
Sandsteinen anschließend neu gefasst.
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| 2018 |
- Am ersten Juliwochenende wird in Odershausen die Kirmes zum
37. Mal gefeiert.
- Am 17. August lädt der Hessische Rundfunk zur Lifesendung
"Hallo
Hessen" ein. Einige Bereiche des Lebendigen Museums werden in dem
Zusammenhang vom Vereinsvorsitzenden Heinrich Frese und von Erika
Lakomy vorgestellt.
- Teilnahme an der Treckerausstellung in Rosenthal am 7. bis
9. September, wobei dabei die Schmiede gezeigt und vorgeführt wird.
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| 2019 |
- Im
November wird das alte Pfarrhaus im Pärrnerweg 7, das sich im
Privatbesitz der Familie Schäfer befindet, zu einem Treffpunkt für
kulturelle
Veranstaltungen. Es kann von Gruppen und Vereinen genutzt werden.
- Anfang Dezember beginnt man beim TSV 1920 Odershausen mit
den Erd-
und Betonarbeiten zum Bau des neuen Sportheims im Junkerweg 4. Noch vor
Weihnachten soll die Fertigstellung der Bodenplatte beendet werden.
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| 2020 |
- Weltweite Corona-Pandemie
Zum ersten Mal seit Bestehen des Lebendigen Museums kann es für
Besucher nicht geöffnet werden Alle geplanten Öffnungssonntage
müssen schon im Vorfeld abgesagt werden. Auf der Homepage steht in
großen roten Buchstaben "Geschlossen wegen der CORONA-Pandemie".
- Wann und wie es im nächsten Jahr weitergehen kann, steht in
den Sternen. Die fehlenden Einnahmen werden jedoch ganz sicher zu
Problemen führen.
- Im März feiert man beim TSV 1920 Odershausen das Richtfest
des neuen Sportheims. Der Bau kommt mit großer Eigenleistung vieler
Odershäuserinnen und Odershäuser zustande, die meistens am Wochenende
stattfindet. Nach Architektenschätzung wird das Sportheim 450.000 Euro
kosten. Neben dem Eigenkapital des Vereins und großer Eigenleistung
kommen rund 90.000 Euro von der Stadt, dem Kreis und dem
Landessportbund.
- Im Juni feiert der TSV 1920 Odershausen sein 100-jähriges
Jubiläum.
- Martin Kraft hält eine kleine Herde von Kellerwaldrindern
(Rotes Höhenvieh). Mit seiner Herde ist er der letzte ortsansässige
Rinderhalter ("Kellerwaldrind vom Auenberg") im Dorf.
- Im Ort Odershausen leben 1331 Einwohnerinnen und Einwohner.
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| 2021 |
- Weltweite Corona-Pandemie
(immer noch!)
Die Pandemie dauert an. Alle geplanten Öffnungssonntage werden erneut
abgesagt. Auf der Homepage sind Corona-Infos
dazu abrufbar.
- Ob das Museum dieses Jahr noch geöffnet werden kann, ist
ungewiss.
Das hängt stark von den Inzidenzzahlen ab. Die Verantwortlichen des
Museums bemühen sich bei der Stadt Bad Wildungen und dem Land Hessen um
finanzielle Unterstützung.
- Durch
Corona gerät der Verein VEHLT in eine akute
finanzielle Notlage. Notwendige Investitionen (neue
Brandschutzmeldeanlage, Erneuerung einer Balkenlage, Renovierung der
Außenfassade) können wegen der coronabedingten Zwangspause des Museums
nicht durch
Einnahmen gedeckt werden. Es droht nach über 30 Jahren zum ersten Mal
die Insolvenz des Vereins, der durch so viel ehrenamtliches Engagement
so viel zur kulturellen Identität der Region beigetragen hat.
- Am 22. Oktober erhält das Museum nach Ünterstützung durch
die Wildunger Landtagsabgeordnete C. Ravensburg mehr als 31.000 € aus
Bundesfördermitteln und die Stadt Bad Wildungen übernimmt die
notwendige Kofinanzierung für das Förderprogramm. Die WLZ meldet die
Schlagzeile: "Das
Museum ist aus
der Bredouille - Geldspritze für Trägerverein zum Erhalt historischer
Landmaschinen".
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| 2022 |
- Weltweite Corona-Pandemie
(noch keine Besserung in Sicht!)
Die Pandemie dauert leider noch immer an. Alle geplanten
Öffnungssonntage
werden
wieder einmal abgesagt. Auf der Homepage sind wieder Corona-Infos abrufbar.
- Ob das Museum dieses Jahr nun endlich wieder geöffnet
werden kann, ist unklar.
Das hängt stark von den Inzidenzzahlen und den auftretenden
Virusmutationen ab.
- Ukraine-Krieg
Im Februar beginnt mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine der
Ukraine-Krieg. Seine gravierenden Folgen für die
Wirtschaft, für
die Entwicklung der allgemeinen Lebenshaltungskosten und vor allem für
die Energiekosten bieten denkbar schlechte Voraussetzungen für den
Verein VEHLT und den dauerhaften Betrieb des Lebendigen Museums.
- Ein
Veranstaltungsreigen mit Traktorenaustellung, Schützenfest und den
ersten Waldecker Holztagen lockt am letzten Maiwochenende 4300
Besucherinnen und Besucher nach Odershausen.
- Im
Juni findet zum ersten Mal wieder ein Öffnungssonntag statt. Von August
bis Oktober folgen dann noch weitere Öffnungssonntage. Die
Erleichterung ist bei allen Aktiven
und allen Freunden des Lebendigen Museums groß! Nur an 4 von 7
Sonntagen im Jahr kann das Museum also für die Besucher geöffnet
werden - wenigstens ein kleiner Erfolg!
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| 2023 |
- Für dieses Jahr sind wieder Öffnungssonntage von Mai bis
Oktober
geplant. Der "Schlachtetag im Waldeckischen" im November soll jedoch
entfallen.
- Am 19. Januar erscheint nach drei Jahren endlich wieder ein
umfangreiches Veranstaltungsprogramm
auf der
Homepage des Museums wie es vor der Pandemie war.
- Im Mai stimmt das Wildunger Stadtparlament dem Vorhaben zu,
den Schulweg von der Ense-Schule in Bad Wildungen bis zum Ortseingang
von Odershausen zu beleuchten. Das Projekt „Nahmobilität Wildunger
Straße“ wird mit 457.600 € veranschlagt.
- Am 8. Juni (Fronleichnam) wird das neue Naturerlebnisbecken
seiner Bestimmung übergeben. Es ist über den Wanderparkplatz
Spitzegrund im Kaltebornsbachtal erreichbar. An der Stelle des alten
Wassertretbeckens ist mit großer Eigenleistung der Odershäuser
Bevölkerung und finanzieller Hilfe der Stadt Bad Wildungen ein "Weg der
Sinne" entstanden.
- Am 2. Dezember findet in der
Weihnachtszeit nach vielen Jahren (zuletzt 2006) wieder ein
nostalgischer Adventszauber statt. Es gibt
Bratäpfel, Weihnachtsplätzchen, Waffeln, Glühwein, Kinderpunsch und
viele andere Leckereien. Die WLZ-HNA-Wintertour macht Halt im
Museum und Reporter und Reporterinnen sind vor Ort.
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| 2024 |
- Den Verein VEHLT plagen Nachwuchssorgen. Viele der Älteren
unter
den Aktiven können aus gesundheitlichen Gründen bei den Veranstaltungen
des Museums nicht mehr wie bisher mithelfen und verabschieden sich in
den Ruhestand. Die jüngsten Vereinsmitglieder sind nun auch schon
mindestens 60 Jahre alt. Es fehlen junge Leute im Verein.
- Auch in diesem Jahr muss der "Schlachtetag im
Waldeckischen" im November aus Personalmangel entfallen.
- Der Plan der Speisen an den Öffnungssonntagen muss aus
Aufwands-,
Personal- und Kostengründen überarbeitet werden. Das Essen wird
"abgespeckt", es wird nur noch eine Hauptmahlzeit angeboten.
- Am 4. April wird die Domain www.odershausen.de von G.
Ravensburg freigegeben und an den Webmaster der Ortshomepage von
Odershausen übertragen.
- Am 1. Mai ab 10.00 Uhr öffnet die Kneipe "Abseits" im
Junkerweg 7 in Odershausen in den Räumlichkeiten des neuen Sportheims
des TSV 1920 Odershausen.
- In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli werden von unbekannten
Tätern von Privatgrundstücken zwei Autos Audi Q5 entwendet. Die Polizei
sucht Zeugen.
- Schon im August gerät die Kneipe im neuen Sportheim des TSV Odershausen bereits ins Abseits
und muss wieder geschlossen werden, weil für das Sportheim keine
diesbezügliche Nutzungsgenehmigung vorliegt. Anwohner hatten sich über
den Lärm beschwert.
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| 2025 |
- Die Gefriergemeinschaft Odershausen besteht nach wie vor.
Von den Gefriergefachen sind noch 11 in Betrieb und vermietet.
- Am 1. März wir in der Marburger Straße 6 ein
Tiergesundheitszentrum offiziell eröffnet. Dort befand sich früher
einmal der große Saal der Gaststätte Wollmert (später Jägersburger Hof).
- Am Morgen des 4. März werden am südwestlichen Ortsrand von
Odershausen, in der Nähe der Straße am Dickersberg, im Gatter von
Martin Windolph zwei Kälber aus der gut 20 Tiere umfassenden
Damwildherde tot aufgefunden. Der Besitzer der Herde, der dort seit
acht Jahren die asiatischen Hirsche auf einer großen, eingezäunten
Fläche als Hobby und für den Eigenbedarf hält, geht wegen des
Gesamtbildes von einem Wolfsangriff aus.
- Am 16. August veranstaltet der Schützenverein 1910
Odershausen e.V. im Schützenhaus sein Sommerfest.
- Auf dem Dorfplatz an der Turnhalle findet am 30.
August das
Odershäuser Dorffest statt. Veranstalter ist der Ortsbeirat Odershausen
zusammen mit dem VFD (Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft
Odershausen e.V.).
- Am Spätnachmittag des 27. Oktober löst auf der
Umgehungsstraße B253 bei Odershausen Richung Frankenberg hinter dem
Abzweig Braunau ein brennender Schlepper einen umfangreichen
Feuerwehreinsatz aus. Hohe Flammen schlagen aus dem Gespann Trecker mit
angehängtem Mulcher als die Feuerwehren aus Bad Wildungen, Odershausen
und Braunau am Einsatzort ankommen. Für eineinhalb Stunden wird die
Straße gesperrt und der Brand gelöscht. An den landwirtschaftlichen
Geräten entsteht jedoch Totalschaden.
- Am 29. November findet im Museum wieder der "nostalgische
dörfliche Adventszauber … wie vor 100 Jahren" statt.
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